R-Wert liegt bei 0,98 (Stand: 24. August 2020)

  • Die Bundesregierung hat am Montagabend wegen der Corona-Ansteckungsgefahren eine Reisewarnung für die französischen Regionen Île-de-France mit der Hauptstadt Paris sowie Provence-Alpes-Côte d’Azur ausgesprochen. Beide Gebiete werden seitdem auf der fortlaufend aktualisierten Liste des bundeseigenen Robert Koch-Institutes (RKI) als Risikogebiete geführt. Eine solche Einstufung erfolgt nach gemeinsamer Entscheidung von Gesundheits-, Außen- und Innenministerium.
  • Mit höheren Bußgeldern für Maskenverweigerer und mehr Kontrollen will Bayern die Ausbreitung des Coronavirus in Bayern ausbremsen. „Wir werden den Bußgeldkatalog auf 250 Euro im einmaligen Fall und bis 500 Euro bei mehrmaligen Verstößen anheben“, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Für Verstöße gegen Quarantäneauflagen sollen zudem 2.000 Euro fällig werden. „Wir hoffen, dass es zu einer noch besseren Einhaltung kommt“, sagte Söder. Die höheren Bußgelder gelten seit heute.
  • Kostenlose Corona-Tests für Urlauber bei der Einreise nach Deutschland soll es nach dem Willen der Gesundheitsminister von Bund und Ländern nach Ende der Sommerreisesaison nicht mehr geben. Außerdem soll die erst kürzlich eingeführte Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder abgeschafft werden. Entsprechende Vorschläge legten die Minister nach einer Schaltkonferenz vor. Es habe eine hohe Übereinstimmung gegeben, dass richtigerweise im Sommer die Tests für Reisende ausgeweitet worden seien, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach dem Gespräch. Man sei sich aber gleichzeitig einig, dass mit Ende der Rückreisewelle die Kapazitäten wieder stärker im Bereich Pflege und Krankenhäuser genutzt werden sollten.
  • Die Stadt Berlin hat am Mittwoch mehrere Demonstrationen verboten, die am kommenden Wochenende stattfinden sollten, darunter auch eine Groß-Demo gegen die Corona-Politik, bei der 22 500 Teilnehmer angemeldet sind.
  • Die Corona-Krise verändert das Konsumverhalten in Deutschland nachhaltig. Zu diesem Ergebnis kommt der Gesellschafts- und Zukunftsforscher Horst Opaschowski in einer aktuellen Studie, die dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ vorliegt. Etwa drei von fünf Befragten (58 Prozent) gaben dabei an, beim Konsumieren und Geldausgeben maßvoller und bescheidener geworden zu sein und trotzdem nichts zu vermissen.
  • Corona hat die weltweite Tourismusindustrie hart getroffen: In den ersten fünf Monaten des Jahres wurde ein Exportverlust von 320 Milliarden Dollar verzeichnet; mehr als 120 Millionen Arbeitsplätze seien gefährdet. Das sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, am Dienstag in einer Videoansprache.
  • Fluggesellschaften und Reiseveranstalter hoffen auf ein Ende der globalen Corona-Reisewarnung der Bundesregierung für Länder außerhalb Europas ab September. „Die Uhr tickt, die Reiseveranstalter brauchen Klarheit, welche Fernreiseziele machbar sind“, sagte der Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV), Torsten Schäfer, am Dienstag. Der DRV fordert schon länger, das Auswärtige Amt müsse nach der bis 31. August geltenden pauschalen Reisewarnung länderspezifisch vorgehen. Denn es gebe Reiseziele wie Tunesien und die Malediven, wo die Covid-Infektionslage einen sicheren Urlaub ermögliche.

Update, 26.08.20, 12:30 Uhr


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