• Die Corona-Zahlen steigen. In Bayern soll es deshalb eine neue „dunkelrote“ Warnstufe geben. Das sagte Markus Söder am Mittwoch bei seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag. Das hat auch Folgen für Kulturveranstaltungen. Bei einer Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen werden Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer begrenzt. Außerdem soll es eine Sperrstunde ab 21 Uhr geben. Ausnahmen soll es laut Söder etwa für Gottesdienste und Demonstrationen geben. Betroffen von der Beschränkung auf 50 Teilnehmer sind Veranstaltungen aller Art, dazu zählen Kulturveranstaltungen wie etwa Theater und Kinos, aber auch Vereinsversammlungen.

  • Söder kündigte bei seiner Regierungserklärung auch eine Testpflicht für Berufspendler aus ausländischen Corona-Hotspots an. Wer sich binnen 14 Tagen vor der Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten hat und nach Deutschland zum Arbeiten pendelt, soll künftig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen müssen. Die Maßnahme wird voraussichtlich vor allem Berufspendler aus Österreich und Tschechien treffen. Tschechien, das europaweit zu den Ländern mit den höchsten Infektionsraten je 100 000 Einwohner zählt, gilt laut Robert Koch-Institut ebenso als Risikogebiet wie die direkt an Bayern grenzenden österreichischen Bundesländer Tirol und Vorarlberg.

  • Angesichts steigender Infektionszahlen verhängt die Regierung in Tschechien erneut einen Lockdown. Das Gesundheitssystem sei an den Grenzen seiner Kapazität, sagt Minister Roman Prymula. Die meisten Geschäfte und Dienstleistungen werden demnach geschlossen. Die Bürger sind dazu angehalten, lediglich für den Weg zur Arbeit, Einkäufe und den Besuch beim Arzt vor die Tür zu gehen und nur notwendige Reisen zu unternehmen.

  • Österreich hat neuen Rekordtageswert an nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen registriert. 1958 Ansteckungen binnen 24 Stunden meldet das Gesundheits- und Innenministerium in Wien. Der bisherige Höchststand war vor nur wenigen Tagen am Samstag mit 1747 neuen Fällen verzeichnet worden. Verglichen mit Deutschland zählt das Neun-Millionen-Einwohner-Land Österreich damit pro Kopf etwas mehr als doppelt so viele Neuinfektionen mit Sars-CoV-2.

  • Besonders belastete Unternehmen können ab sofort weitere Überbrückungshilfen beantragen. Dabei geht es um Zuschüsse zu betrieblichen Fixkosten wie Mieten – und zwar für die Monate September bis Dezember. Voraussetzung ist, dass ein Unternehmen hohe Umsatzausfälle hat. Das geht aus einer Mitteilung des Bundeswirtschaftsministeriums hervor.

    Update, 21.10.20, 16 Uhr


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