„Unterstützt uns im Kampf gegen Corona“ – mit diesem Satz wirbt die Bundesregierung für die Nutzung der neuen Corona-Warn-App, die am Dienstag vorgestellt wurde. Der Slogan fasst gut die Bedeutung zusammen, die die Smartphone-Anwendung in der aktuellen Zeit hat. Schließlich wird die App nicht die Pandemie beenden, sie kann aber dazu beitragen, Infektionsketten nachzuverfolgen und entsprechend zu unterbrechen. Der Slogan kann aber auch als Aufforderung an die Bürgerinnen und Bürger, an jeden von uns, verstanden werden. Denn nur, wenn auch wir mitmachen, indem wir die App herunterladen, kann sie ihre volle Wirkung entfalten.

Die Macher – die Bundesregierung und das Robert-Koch-Institut in Zusammenarbeit mit SAP und der Telekom – haben garantiert, dass der Datenschutz auf hohem Maß eingehalten wird. Entsprechend werden keine personenbezogenen Daten auf externen Servern gespeichert.

Und so funktioniert’s: Die App steht sowohl für Android- als auch Apple-Smartphones zur Verfügung und kann im jeweiligen Store unter „Corona-Warn-App“ gefunden werden. Achten Sie darauf, die richtige App herunterzuladen. Inzwischen gibt es zahlreiche Apps, die ähnliche Services versprechen, aber nicht den Datenschutzstandard erfüllen. Wenige Klicks später arbeitet die App bereits auf Ihrem Handy im Kampf gegen die Pandemie. Via Bluetooth-Technologie tauschen sich Smartphones, auf denen die App installiert ist, aus. Wird einer der Nutzer mit Corona diagnostiziert, kann er diese Information in der App hinterlegen. Andere App-Nutzer, die in den vergangenen zwei Wochen für mindestens 15 Minuten in unmittelbarer Nähe des Infizierten waren, werden dann gewarnt, dass auch sie betroffen sein könnten.

Alle beteiligten Stellen legen großen Wert darauf, dass die Nutzung der App auf Freiwilligkeit beruht. Das bedeutet, auch bei Nichtnutzung drohen keine Strafen oder sonstige Nachteile. Auch eine positive Corona-Diagnose muss nicht in die App eingetragen werden. Aber: Je mehr Menschen die Software verlässlich nutzen, desto eher können wirksame Schritte gegen die Pandemie eingeleitet werden. Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte bei der Vorstellung in dieser Woche, dass er auf „millionenfachen“ Download hoffe.

Update, 17.06.20, 10 Uhr


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