• Mehr Abstand zwischen den Impfungen in Bayern. Damit in kürzerer Zeit mehr Menschen geimpft werden können, weitet Bayern die Abstände zwischen erster und zweiter Impfdosis aus. Das hat Gesundheitsminister Holetschek der „Augsburger Allgemeinen“ bestätigt. Schon seit 12. März werde das praktiziert, damit setze der Freistaat die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission um. Beim Impfungen mit den Vakzinen der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna liegen jetzt meistens sechs Wochen zwischen erster und zweiter Impfung, bei AstraZeneca sind es zwölf Wochen. Bayern verzichte weitgehend auf die Zurückstellung vom Impfdosen, erklärte Holetschek.
  • Zum Start nur etwa 20 Impfdosen in der Woche pro Hausarztpraxis. Die Corona-Impfungen in Arztpraxen werden aus Sicht des Hausärzteverbands eher schleppend anlaufen. Die Hausärzte seien zwar startklar und es hätten sich 35.000 Praxen gemeldet, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt am Dienstag im rbb-Inforadio. Es gebe aber anfangs nur wenig Impfdosen. 
  • Bundesregierung zurückhaltend bei vorverlegten Gesprächen mit Ländern. Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf die Forderung von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet, noch in dieser Woche ein neues Bund-Länder-Spitzengespräch zur Corona-Krise anzusetzen. 
  • EMA – Noch keine Entscheidung zu Astrazeneca-Impfstoff getroffen. Nach Äußerungen eines EMA-Verantwortlichen über einen Zusammenhang zwischen der Corona-Impfung mit dem Astrazeneca-Vakzin und dem vereinzelten Auftreten von Blutgerinnseln hat die EU-Arzneimittelbehörde klar gestellt, dass sie in der Sache noch keine Entscheidung getroffen hat.

    Ergänzung: EMA-Experte sieht Verbindung zwischen AstraZeneca und Thrombosen: Ein führender Vertreter der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) hat eine Verbindung zwischen dem AstraZeneca-Impfstoff und Gehirn-Thrombosen ausgemacht. „Meiner Meinung nach können wir jetzt sagen, dass es eine klare Verbindung zum Impfstoff gibt“, erklärte der Chef der Impfstoff-Analyse-Abteilung der EMA, Marco Cavaleri, am Dienstag in der italienischen Zeitung „Il Messaggero“. „Allerdings kennen wir immer noch nicht die Ursache der Reaktion.“

  • Amtsärzte für Verschärfung der Corona-Maßnahmen: Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte hat den Vorstoß von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) für einen „Brücken-Lockdown“ als „unpräzise“ kritisiert – und zugleich eine Verschärfung der Corona-Maßnahmen gefordert. „Wir brauchen einen kurzen, harten Lockdown“, sagte die Medizinerin Ute Teichert den Zeitungen der Funke Mediengruppe. 

Update, 07.04.21, 8 Uhr


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