Corona-Krisengipfel von Anfang der Woche:

  • Bund und Länder wollen die Schulen bis Ende Januar geschlossen halten. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Bund-Länder-Beratungen hervor. Bei einer „deutlichen Verbesserung des Infektionsgeschehens“ soll in einzelnen Ländern zunächst in den Jahrgängen eins bis sechs eine Rückkehr zum Präsenzunterricht ab Anfang Februar ermöglicht und in einem weiteren Schritt Hybridunterricht (Wechselmodell) verlängert werden, heißt es.
  • Bund und Ländern wollen jedem Elternteil 2021 zehn zusätzliche Tage an Kinderkrankengeld gewähren. Alleinerziehende sollen 20 Tage Kinderkrankengeld erhalten. „Der Anspruch soll auch für die Fälle gelten, in denen eine Betreuung des Kindes zu Hause erforderlich wird, weil die Schule oder der Kindergarten bzw. die Klasse oder Gruppe pandemiebedingt geschlossen ist oder die Präsenzpflicht im Unterricht ausgesetzt wurde“, heißt es.
  • Private Zusammenkünfte sollen auf einen Haushalt mit nur einer weiteren Person von außen beschränkt werden. Ausnahmen für Kinderbetreuung sind geplant.
  • In Landkreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden die Länder weitere lokale Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz ergreifen, insbesondere zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt. Tagestouristische Ausflüge stellen explizit keinen triftigen Grund dar.
  • Biontech wird den Ländern bis zum 16. Februar insgesamt 5 347 875 Impfdosen liefern. Danach wird das Unternehmen den Ländern ab dem 19. Januar wöchentlich 667 875 Impfdosen liefern, die dann nach Größe der Landesbevölkerungen aufgeteilt werden.

Der Lockdown wird bis 31. Januar verlängert. Diese Regeln für Bayern hat die Regierung jetzt verabschiedet. Sie gelten ab 11. Januar.

  • Der Einzelhandel bleibt geschlossen
  • Die Schulen beginnen am 11. Januar mit Unterricht. Alle Schüler bleiben zu Hause. Lehrer halten Distanzunterricht ab.
  • Die Ausgangsbeschränkung tagsüber und die Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr bleiben erhalten.
  • Kitas bleiben bis 31. Januar geschlossen. Es wird ein Angebot der Notbetreuung eingerichtet.
  • Urlaubsheimkehrer aus Risikogebieten müssen einen aktuellen Test vorlegen. Auch bei einem negativen Ergebnis müssen sie in Quarantäne. Nach fünf Tagen können sie einen zweiten Test machen. Ist dieser ebenfalls negativ, können sie die Quarantäne beenden.
  • Bewohner von Städten und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 200 dürfen sich für touristische Tagesausflüge nur 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. (Achtung: Nicht eingeschlossen sind Fahrten zum Arbeitsplatz, zum Einkaufen und Besuch von Verwandten.)
  • Private Besuche werden auf eine Person aus einem anderen Haushalt beschränkt. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht dazu.
  • Betriebskantinen dürfen nur noch zum Mitnehmen verkaufen.

Sonstiges:

  • In Deutschland sind bis Montagmittag (12 Uhr) 316.962 Personen als geimpft registriert worden, meldet das Robert-Koch-Institut (RKI). 
  • Vom Lockdown im Dezember betroffene Unternehmen und Selbstständige können ab sofort Abschlagszahlungen für staatliche Wirtschaftshilfen erhalten. Ab Dienstag fließe das Geld, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die Abschlagszahlungen sind ein Vorschuss auf spätere Zahlungen. Unternehmen bekommen Abschlagszahlungen in Höhe von 50.000 Euro, Soloselbstständige von bis zu 5000 Euro. 
  • Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) senkt wegen der Pandemie seine Wachstumsprognose für das neue Jahr von 5,2 Prozent auf 3,5 Prozent.
  • Impfstoff von Moderna nun auch in Europa zugelassen
  • Mutierte Corona-Form auch in Bayern: Die in Großbritannien verstärkt aufgetretene, mutierte Form des Coronavirus ist nach Angaben von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) auch in Bayern nachgewiesen worden.
  • Söder ersetzt Gesundheitsministerin Huml durch Klaus Holetschek
  • Bayern sagt wegen Corona Faschingsferien im Februar ab: In Bayern werden wegen der Corona-Krise die Faschingsferien abgesagt. Die eigentlich vom 15. bis 19. Februar geplante Ferienwoche werde es nicht geben, in der Zeit könne Unterricht nachgeholt werden, der wegen der Pandemie ausgefallen sei, teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch nach einer Sondersitzung des bayerischen Kabinetts in München mit.
  • Bayern: 15 Städte und Landkreise bei Inzidenz über 200 – In Bayern haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag 15 Städte und Landkreise über der kritischen Marke von 200 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 7 Tagen gelegen. Ab dieser Grenze soll die Regel gelten, die den Aktionsradius von Menschen in Corona-Hotspots auf 15 Kilometer um den Wohnort herum begrenzen soll. Bayernweit lag die Inzidenz am Donnerstag bei 121,7.

Update, 07.01.21, 09 Uhr


<< Zurück zur Übersicht