Rund 40 Prozent der Bewohner in Seniorenheimen leiden an Kau- und Schluckstörungen. Betroffen sind unter anderem Bewohner mit Demenz, Schlaganfall oder auch Morbus Parkinson.

„Uns ist wichtig, dass die Senioren mit Schluckstörung keine lieblos nebenbei produzierte Kost erhalten, sondern auch schön angerichtete Teller mit leckeren Komponenten. Eine Kau- und Schluckstörung schließt doch den Genuss nicht aus, man muss eben nur etwas kreativ sein,“ so Christos Evrydoglou, Betriebsküchenleiter im Evangelischen Seniorenheim Eibach.

Wie gut das funktioniert beweist er mit Gerichten wie Hähnchennocken mit Tomatensoße, dazu wird eine Spinatterrine und Kartoffelpüree serviert. Die Hähnchennocken sind aus passiertem Hähnchenfleisch mit Frischkäse angereichert und aufgelockert und können deshalb von den Bewohnern gut geschluckt werden. „Wir mussten uns allerdings auch erst langsam rantasten, denn teilweise sind die Senioren Brei gewöhnt und fühlen sich damit sicher. Mit dieser Variante haben sie etwas unterschiedliche Konsistenzen auf dem Teller, das Essen wird wieder interessanter,“ weiß Evrydoglou. Und das Feedback gibt ihm Recht, besonders die Bewohner des Zentrums für Menschen mit Demenz, das mit dieser Kostform beliefert wird, sowie die Heimleitung sind begeistert von den Gerichten.


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