Seniorenheime stellen Catering-Firmen vor besondere Herausforderungen. Denn: Medizinische Beschwerden müssen in der Ernährung berücksichtigt werden. Im hauseigenen Workshop für Betriebsküchenleiter (BKL) in Seniorenheimen lernen die Catering-Kräfte, worauf es beispielsweise bei Mangelernährung, Untergewicht und Demenz ankommt.

Am 12. März kamen dazu 13 Dorfner-BKL zu einem Workshop in den SeniVita Senioren Wohnpark St. Martin in Baiersdorf. Dort lernten sie im Theorieteil unter anderem, wie Demenzpatienten durch Reize für die Sinne wieder Freude am Essen finden. Fest steht: Nur, wer die Bewohner kennt und ihre Beschwerden versteht, kann entsprechend für sie kochen.

Senioren wissen, wie man Feste feiert

Um den Kontakt zu den „Essern“ nicht zu verlieren, fördert Dorfner den Austausch zwischen Mitarbeitern und Heimbewohnern. So auch beim Workshop im März. Zwei Heimbewohner erzählten von ihren Erfahrungen und Wünschen. In Gruppen erarbeiteten die BKL gemeinsam mit den Senioren Konzepte für Veranstaltungen, die künftig in verschiedenen Seniorenheimen umgesetzt werden können. Unter dem Motto „Feste feiern“ standen Ostern und Geburtstage im Mittelpunkt. Die Rentner gaben vor allem Denkanstöße: Welche Bräuche gab es früher? Welche Musik wurde gespielt? Und wie wurde ansprechend dekoriert? Basierend auf den theoretischen Infos des Vormittags, gepaart mit den Informationen aus erster Hand, wurden Veranstaltungen nach den Bedürfnissen der Senioren kreiert. „Den ganzen Tag herrschte hohe Aufmerksamkeit und ein starker Austausch unter den Kollegen“, berichtete Workshopleiterin Cornelia Witt. Am 14. Mai findet das Tagesseminar „Blickpunkt Ernährung“ erneut statt.


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