Schon des Öfteren haben wir über den Prozess der Digitalisierung berichtet, dem sich unser Unternehmen derzeit stellt. Die digitale Welt schafft atemberaubend schnell Tatsachen, aber sie wird auch das neue Normal werden. Globale Umwälzungen und Kundenerwartungen erfordern, dass ein Unternehmen wie Dorfner sich diesen Veränderungen stellen muss, um zukunftsfähig zu bleiben. Gleichzeitig helfen IT- und Automatisierungslösungen, Abläufe zu vereinfachen und so Kapazitäten für Kernkompetenzen und neue Erfolge zu schaffen.

Dynamischer Rollenwandel

Digitale Lösungen liegen bereits heute vielen Tätigkeiten zugrunde, von der Zeiterfassung und digitalen Schulungsangeboten über Buchhaltung und Administration bis zu smarten Reinigungstechnologien. Digitale Lösungen verändern nicht nur Prozesse. Sie verändern auch, wie Teams zusammenarbeiten, wie Entscheidungen getroffen werden und wie schnell Unternehmen reagieren müssen. Damit wandelt sich zwangsläufig auch Führung. Grundsätzlich herrscht innerhalb der Dorfner-Familie ein zugewandter Führungsstil mit flachen Hierarchieebenen vor. Dennoch ist im Sinne des lebenslangen Lernens nötig, dass sich alle Mitarbeitenden mit Leitungsverantwortung mit ihrer Rolle auseinandersetzen und sich an den globalen Wandel anpassen. Die Dorfner-eigene Abteilung für Personalentwicklung unterstützt hier mit Konzepten und mit regelmäßigen Trainingsangeboten für den Führungsnachwuchs genauso wie für erfahrene Kräfte.

Selbstführung und Empathie

Führungskräfte sieht Vincenzo Montalto, zuständig für die Integration digitaler Prozesse in die Dorfner-Arbeitswelt, im Zuge der Digitalisierung aktuell mit einer zentralen Herausforderung konfrontiert, der sogenannten Ambidextrie: „Das bedeutet, dass eine Führungskraft mittlerweile sozusagen beidhändig arbeiten muss: Es gilt, einerseits eine Agenda voller täglicher Aufgaben erfolgreich zu steuern wie bisher. Und andererseits sollen nun noch die digitalen Prozesse im Team implementiert und für jedes Teammitglied zur Selbstverständlichkeit werden.“

Vincenzo Montalto, CDO der Dorfner Gruppe

Vincenzo Montalto, CDO der Dorfner Gruppe

Somit bedeutet Führung heute, das Bestehende stabil zu halten und gleichzeitig den Weg nach vorne zu ermöglichen. Was es hier künftig an Führungsskills braucht, so Montalto, seien zwei Dinge: „Schon immer musste man als Führungskraft zunächst einmal sich selbst gut führen können. Nun ist zusätzlich nötig, den eigenen Führungsstil von klassischer Team-Führung zum empathischen Coaching zu wandeln.“ Wie ein guter Trainer gelte es also hinzusehen, was jedes Teammitglied an Unterstützung benötigt, um die eigenen bewährten Aufgaben und neue Herausforderungen selbstständig zu meistern.

Die Führungskunst besteht somit darin, Vertrauen im Team aufzubauen, persönliche Stärken und Schwächen genau zu erkennen und dann jeweils die individuell optimale Führungsform zu wählen: Während ein Teammitglied für eine Aufgabe vielleicht nur einen kooperativen Sparringspartner und viel Gestaltungsfreiraum benötigt, braucht ein anderes Mitglied eine klare Anweisung, um eine Tätigkeit sicher ausführen zu können.

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Die Dorfner Gruppe setzt auf eine übergreifende Strategie zur konsequenten Digitalisierung möglichst vieler Prozesse über die gesamte Dorfner-Welt hinweg. Denn die Möglichkeiten, die uns die Automatisierung von Routineaufgaben und die zentrale Verfolgung von Prozessen bieten, wachsen von Tag zu Tag.

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Ein Schaubild, das Digitalisierung symbolisiert. Analoge Ordner reihen sich auf dem Bildschirm eines Laptops.

Teamplay und Interdisziplinarität

Der notwendige Wandel im Führungsstil passiert nicht von heute auf morgen. Er kann Menschen nicht verordnet werden, sondern ist ein langsamer Prozess der Transformation, unterstützt von regelmäßigen Schulungsangeboten und dauerhafter Überzeugungsarbeit. Viele Leitungskräfte bei Dorfner beherrschen die neue Coach-Rolle aber bereits gut, so Montalto. Denn gerade der Führungsnachwuchs, und genauso deren Mitarbeitende auf der operativen Ebene, haben sich bereits abgewendet von traditioneller Top-Down-Führung per Anweisung. Diese Menschen sind hineingewachsen in eine Welt des kooperativen Teamplays, in der man mitgestaltet, selbständig handelt und Mitverantwortung übernimmt.

Hilfreich sei auch, dass Teams heutzutage immer interdisziplinärer zusammengesetzt sind, beobachtet Vincenzo Montalto: „Fachlich gemischte Teams, mit Beteiligten entlang der kompletten horizontalen Wertschöpfungskette, sorgen gegenseitig dafür, wie man sich in seinen Fähigkeiten unterstützen kann und Hierarchieebenen weniger eine Rolle spielen als früher. Da braucht es heute eben noch einen Kapitän oder eine Kapitänin, die das Teamschiff einfühlsam und mit Blick aufs große Ganze zum gemeinsamen Projekterfolg steuert.“

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